Wer sich mit nachhaltiger Pflanzenbewässerung beschäftigt, stösst früher oder später auf einen ungewöhnlichen Begriff: Olla.
Die kleinen Tongefässe sehen unscheinbar aus, werden aber seit Jahrhunderten genutzt, um Pflanzen mit Wasser zu versorgen. Heute erleben sie eine kleine Wiederentdeckung – auf Balkonen, in Gärten und sogar bei Zimmerpflanzen. Doch was genau ist eigentlich ein Olla?
Eine Bewässerungsmethode mit langer Geschichte
Die Idee ist erstaunlich alt.
Bereits vor Jahrhunderten nutzten Menschen in trockenen Regionen poröse Tongefässe, um Pflanzen gezielt mit Wasser zu versorgen. Die Gefässe wurden in die Erde eingegraben und mit Wasser gefüllt.
Durch die poröse Keramik gelangte die Feuchtigkeit langsam in die umliegende Erde. Das Prinzip funktioniert bis heute.
Wie funktioniert ein Olla?
Ein Olla wird direkt in die Erde eingesetzt und mit Wasser gefüllt. Die Keramik gibt das Wasser nicht auf einmal ab, sondern nur dann, wenn die Erde rund um das Gefäss trockener wird. Dadurch erhalten die Wurzeln kontinuierlich Feuchtigkeit – ohne dass ständig gegossen werden muss.
Wo können Ollas eingesetzt werden?
Ollas eignen sich für viele verschiedene Pflanzen.
Zum Beispiel für:
- Zimmerpflanzen
- Kräuter
- Balkonpflanzen
- Tomaten
- Pflanzsäcke
- Hochbeete
Besonders praktisch sind sie überall dort, wo die Erde im Sommer schnell austrocknet. ein grosse Auswahl an Ollas findest du bei uns im Shop
Weniger Wasserverlust
Beim klassischen Giessen verdunstet ein Teil des Wassers direkt an der Oberfläche. Ollas geben das Wasser dagegen direkt im Wurzelbereich ab. Dadurch wird es effizienter genutzt und die Erde bleibt länger gleichmässig feucht.
Gerade während heisser Sommerwochen kann das ein Vorteil sein.
Sind Ollas auch für Ferien geeignet?
Viele Menschen nutzen Ollas als Unterstützung während kurzer Ferien oder Wochenendabwesenheiten.
Wie lange eine Füllung reicht, hängt von:
- Grösse des Gefässes
- Temperatur
- Pflanze
- Standort
ab.
Für viele Balkon- und Zimmerpflanzen können Ollas jedoch helfen, Trockenstress zu reduzieren.
Warum erleben Ollas heute ein Comeback?
Vielleicht gerade deshalb, weil sie so einfach sind.
Keine Elektronik. Keine Batterien. Keine komplizierten Systeme. Nur Wasser, Ton und ein Prinzip, das sich seit Jahrhunderten bewährt hat.
Was bedeutet Olla?
Das Wort stammt aus dem Spanischen und bedeutet ursprünglich einfach «Topf» oder «Gefäss».
Wie lange hält eine Olla?
Bei sorgfältiger Behandlung können Keramik-Ollas viele Jahre verwendet werden.
Sind Ollas für Zimmerpflanzen geeignet?
Ja. Besonders bei grösseren Zimmerpflanzen oder Pflanzgefässen können sie die Bewässerung erleichtern.
