Im Winter scheint im Garten alles stillzustehen. Doch unter der Erde passiert Entscheidendes. Viele Samen brauchen Kälte, um später überhaupt keimen zu können.
Dieses Prinzip nennt sich Keimruhe – und es ist ein cleverer Schutzmechanismus der Natur.
Was ist Keimruhe?
Samen sind nicht einfach „schlafend“. Viele von ihnen haben eine eingebaute Sperre: Sie keimen erst, wenn sie eine Kälteperiode erlebt haben. So verhindern sie, dass sie im Herbst keimen – und im Winter erfrieren. So werden beispielsweise unsere Fichtensamen von unseren Tannenbaum-Set jeweils gekühlt nach der Ernte.
Warum Kälte wichtig ist
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Frost bricht die Samenschale auf
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Temperaturschwankungen aktivieren den Keimprozess
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Feuchtigkeit + Kälte simulieren natürliche Jahreszeiten
Was bedeutet das für Balkone & Gärten?
Im Winter ausgelegte oder eingelagerte Samen sind nicht untätig – sie werden vorbereitet.
Besonders robust sind:
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Wildblumen
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Wiesenpflanzen
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Einheimische Arten
Das zeigt sich zum Beispiel auch bei unseren Seedballs. Viele Wildblumensorten bilden nach der Blüte Samen und diese bescheren dir dann im nächsten Jahr auch bei einjährigen Blumen wieder Blüten in den Beeten oder den Töpfen auf deinem Balkon.
Winter säen – aber richtig
Man muss im Winter nichts „tun“.
Oft reicht es, Samen oder Seedballs draussen zu lassen – geschützt, aber der Witterung ausgesetzt.
Der Frühling erledigt den Rest.
Fazit
Nicht alles muss sofort wachsen.
Manches darf ruhen, frieren, warten – um später stärker zu sein. Gärtnern im Winter heisst nicht Aktion, sondern Vertrauen.
